Die Bachelorarbeit besteht 100 Einzelwerke, die sich, ausgehend von den 10 Begriffen Skizze, Improvisation, Komposition, Farbe, Rhythmus, Dynamik, Tempo, Form, Raum und Störung mit der Schnittstelle von Visuellem Design und Musik befassen.

Der theoretische Teil der Arbeit besteht aus fünf Essays, von denen jeder einzelne um zwei der genannten Begriffe kreist. Da ich parallel zur Enstehung viel Reisen konnte (von Kasachstan bis in den Senegal), sind die Essays keine theoretischen Abhandlungen, sondern Reiseberichte, die Designtheorie in einen realen Kontext bringen. Physikalische Parallelen zwischen Bild und Ton sind ohne weiteres festzustellen; doch vom Bild zur Grafik und vom Ton zur Musik ist es noch ein großer Schritt. In dieser Arbeit soll es primär nicht darum gehen, Musik zu visualisieren. Vielmehr geht es darum, Gemeinsamkeiten, Überschneidungen und Divergenzen der Genres in Konzeption, Entstehung und im Ergebnis zu destillieren. Was meint der Gestalter, wenn er vom Rhythmus eines Entwurfs spricht? Wie verwendet und hört ein Musiker den Begriff (Klang-)Farbe? Wie klingt eine Improvisation zur Farbe Blau? Und wie würde eben diese Improvisation in einer visuellen Umsetzung aussehen? Universeller: Wann ist ein Bild eine Komposition? Was könnten visuelle Korrelate von »forte« und »piano« sein? Wann ist eine Melodie gut proportioniert? Kann Typografie grooven? Diese Fragen sind Teil des Traggerüsts der experimentellen Arbeit: Sichtweisen von unterschiedlichen Standpunkten, auf die Versuchsobjekte in Form von Begriffen – Parallaxen, die mögliche Zugänge aufzeigen, aber die Überschneidung nicht erklären oder allgemein gültige Antworten liefern wollen.